Einleitung / Allgemeines

Ausgangslage
Aufgrund der neuen Gemeindestrukturen im Kanton Glarus ergeben sich neue Herausforderungen und neue Chancen für die Gesellschaft und die Raumentwicklung. Die Gemeindestrukturreform in Glarus Nord ermöglicht integrale Lösungsansätze über die früheren politischen Gemeindegrenzen hinaus. Herausfordernd sind identitätsstiftende Handlungsweisen auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Miteinanders. Chancen entstehen für die Bildung eines neuen Selbstverständnisses für die Grossgemeinde Glarus Nord und damit deren Stellung im Städteverbund Schweiz. Chancen ergeben sich aber auch für die Abdeckung der Bedürfnisse aller ehemaligen Dörfer der Gemeinde Glarus Nord. Ein wichtiger Teil dieser Herausforderungen und Chancen kann mit der Neuordnung der Richt- und Nutzungsplanung angegangen resp. in Wert gesetzt werden.

Mit der laufenden Revision des Kantonalen Richtplans 2004 und mit der Erarbeitung des Glarner Raumkonzepts werden wichtige Eckpunkte der gesamträumlichen Entwicklung (Siedlung, Landschaft, Landwirtschaft, Tourismus, Umwelt, Verkehr, Versorgung und Entsorgung) in den Grundzügen definiert. Der Gemeinderat von Glarus Nord hat mit der „Räumlichen Entwicklungsstrategie“ und den darin enthaltenen „Leitsätzen für die räumliche Entwicklung“ die Basis für die kommunale Richt- und Nutzungsplanung geschaffen.

Glarus Nord verfügt nach Abschätzungen über genügend Baulandreserven (97 ha in Wohn- und Mischzonen, 57 ha in Industrie- und Gewerbezonen). Davon baureif sind 42 ha in den Wohn- und Mischzonen und gut 30 ha in den Industrie- und Gewerbezonen. Diese 30 ha sind jedoch mehrheitlich kleinteilig fraktioniert und damit für grössere Industriebauten nur beschränkt geeignet.

Vorgehen
Das Vorgehen unterteilt sich in 3 Hauptphasen:
Konzeption - Vision entwickeln
Richtplanung GRIP - Behördenverbindliche Festlegungen treffen
Nutzungsplanung - Grundeigentümerverbindliche Festlegungen treffen